Digitale Medien gehören für Kinder, Jugendliche und Erwachsene längst zum Alltag. Aber was bedeutet das eigentlich für jede*n von uns ganz persönlich? Medien nutzen kann sehr unterschiedliche Bedürfnisse erfüllen: Nähe zu Freund*innen, Erfolgserlebnisse, Spaß, Kreativität oder einfach Wohlbefinden und Entspannung. Gleichzeitig sind digitale Angebote so gestaltet, dass sie uns gern länger binden als geplant.
Der Shifties-Test lädt Kinder, Jugendliche und Erwachsene dazu ein, ihr eigenes Medienverhalten zu reflektieren: ehrlich, wertfrei und auf Augenhöhe. Wer nutzt Medien warum? Welche Bedürfnisse stehen dahinter? Und was überrascht uns vielleicht?
So funktioniert der Test
1. Alle machen mit
Jedes Familienmitglied (Kinder, Jugendliche und Erwachsene) beantwortet die gleichen Fragen getrennt für sich. Es geht nicht um richtige oder falsche Antworten, sondern um ehrliche Selbstwahrnehmung.
2. Die Shifties kennenlernen
Die Ergebnisse zeigen, welchem Mediennutzungstyp das Kind am ehesten zugehörig ist. Unsere Shifties stehen stellvertretend für unterschiedliche Bedürfnisse, die hinter dem Medienverhalten stecken können, laden dazu ein, sich selbst und einander besser kennenzulernen und regen zu einer bedürfnisorientierten Medienerziehung ein.
3. Gemeinsam ins Gespräch kommen
Nachdem alle den Test für sich beantwortet und die Shifties kennengelernt haben, regen Fragen zum Austausch in der Familie ein:
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Was überrascht euch bei den Antworten der anderen?
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Gibt es Gemeinsamkeiten oder große Unterschiede?
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Welche Bedürfnisse sind euch besonders wichtig beim Medieneinsatz?
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Welche Situationen im Alltag spiegeln das wider?
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Wie fühlt es sich an, die Mediennutzung aus Sicht der anderen zu hören?
Ziel ist nicht, Regeln festzulegen, sondern Verständnis für unterschiedliche Motivationen und Perspektiven zu entwickeln. Der Blick auf Bedürfnisse hilft dabei, Mediennutzung nicht nur nach Zeit, sondern nach Sinn zu bewerten.
4. Konkrete nächste Schritte
Je nach Erkenntnissen aus dem Gespräch könnt ihr gemeinsam überlegen:
- Welche gemeinsamen Medienzeiten wollt ihr festlegen?
- Wann ist Medienzeit eher eine Ressource, wann eine Herausforderung?
- Wie könnt ihr Bedürfnisse auch außerhalb digitaler Medien erfüllen
- Welche Vereinbarungen helfen allen, bewusster mit Medien umzugehen?
Der Fokus liegt darauf, Reflexion und Dialog zu stärken. Medienerziehung ist kein starres „Mehr oder weniger“, sondern ein Balanceakt zwischen Freiheit, Bedürfnissen und Verantwortung.
Der Test eignet sich für:
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Familien zu Hause,
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Schulklassen,
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Jugendgruppen,
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Elternabende,
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sowie für Fach- und Lehrkräfte, die mit Kindern und Familien arbeiten und Mediennutzung konstruktiv ins Gespräch bringen möchten.
